| Projektbeschreibung 12. August 2002
Kurzfasssung:
Die Four Winds Ranch, 25 Meilen südlich von Custer in den Black
Hills, die als ökologische Lebens- und Produktionsgemeinschaft den
kulturellen Austausch pflegt, will mit ihren Projekten in den Bereichen
Kultur, Erziehung, Wohnen, Energie, biologischer Gartenbau, Online Store,
Büffelproduktion in besonderer Weise die Lebenssituation der Lakota
verbessern helfen. Die Four Winds Ranch wurde im Jahre 1996 gegründet
und wird von Thomas und Christine Steuer geführt.
1. Wer sind wir und was machen wir ?
Nach einem Besuch des Pine Ridge Reservats im Sommer 1993 entstand bei
Thomas und Christine Steuer die Idee, einen Ort für einen kulturellen
Austausch zu schaffen. Mit der Gründung der Four Winds Ranch im Jahre
1996 konnte die Idee in den Black Hills (25 Kilometer südlich von
Custer) verwirklicht werden. Die Ranch umfasst 135 ha im Gebiet der Black
Hills, die geographisch ein Naturwunder Nordamerikas darstellen. Die Philosophie
der Four Winds Ranch ist bestimmt durch eine tiefe Achtung gegenüber
Mensch, Tier und Natur mit dem Ziel, diesen Respekt Menschen zu vermitteln,
die auf der Four Winds Ranch leben und arbeiten.
Zur Zeit führen wir ein Tipi Camp, dessen Infrastruktur durch alternative
Energien (Solar) gewährleistet wird. Es ist uns ein besonderes Anliegen,
dass die BesucherInnen der Four Winds Ranch an diesem Ort vielfältige
Begegnungen mit Lakota, die zu unserem Freundeskreis zählen, erfahren.
Diese interkulturellen Begegnungen sollen helfen, Vorurteile abzubauen,
ein gegenseitiges Verständnis zu stiften und konsequent jeglichen
Rassismus zu überwinden. Die Four Winds Ranch bietet zudem Touren
an, die besonders die historische und kulturelle Dimension berücksichtigen,
also ganz konkret den Austausch zwischen den Kulturen fördern.
Unsere Philosophie und unsere Angebote werden im Zeichen des vierfarbigen
Medizinrades zusammengefasst. Rot steht für die roten, schwarz für
schwarzen, weiss für die weissen und gelb für die gelben Nationen.
Das keltische Kreuz, ein Zeichen unserer europäischen Herkunft, markiert
die Verbindung zu allem Lebendigen und macht deutlich, daß Mensch,
Natur und Tier eingebunden sind in einen Kreislauf, für den wir Verantwortung
tragen.
Als Familie, unsere Kinder Isabel und Raphael sind 10 und 8 Jahre alt,
wollen wir zusammen mit all denjenigen, die bei uns leben und arbeiten,
ein Zeichen setzen dafür, dass ein friedvolles Zusammenleben zwischen
verschiedenen Kulturen und die Achtung gegenüber Natur und Tier wirklich
gelebt werden kann. Der Sinn der Four Winds Ranch besteht also darin, dass
wir nicht pessimistisch Probleme beklagen, sondern dass wir davon überzeugt
sind, dass mit geduldig kleinen Schritten Veränderungen erreicht werden
und dass diese dann auch Vorbildcharakter für andere haben können.
2. Welche Ziele haben wir?
Aus dem, was wir bislang gemacht haben, ergeben sich gerade auch für
die Zukunft der Four Winds Ranch Ziele, die für uns wichtig sind,
die den Sinn der Four Winds Ranch ausmachen:
- Austausch zwischen den Kulturen: Die
Black Hills als die Heiligen Berge der Lakota bieten sich geradezu an,
den Austausch zwischen den Kulturen zu fördern. Es geht dabei um ein
gegenseitiges Verständnis und um ein Interesse für die andere
Kultur, ohne die eigene Identität aufzugeben. Dazu gehört die
Kenntnis der je eigenen Geschichte und der vielfältigen Traditionen.
Ein solcher Austausch ist bestimmt durch Offenheit, Toleranz, Neugierde
und durch die Bereitschaft, sich auf den anderen einzulassen und sich selbst
auszusetzen.
- Ehrfurcht und Respekt gegenüber Tier und
Natur: Wir leben in einer Zeit, in der wir Natur und Tier
vorrangig unter dem Gesichtspunkt des Gebrauchens, Verbrauchens und Nutzens
betrachten. Wir wissen jedoch zugleich, dass wir auf die natürlichen
Lebensgrundlagen angewiesen sind. Das Naturwunder der Black Hills schärft
unsere Sinne und Gedanken dafür, dass wir unsere natürlichen
Lebensgrundlagen wohl bebauen dürfen, dass dieses Bebauen aber immer
ein Bewahren sein sollte.
- In einer Gemeinschaft leben und arbeiten: In
einer Zeit der Individualisierung, in der die Gefahr besteht, dass der
einzelne nur noch für sich selbst schaut und die Schwachen an den
Rand gedrängt werden, ist es wichtig, dass wieder eine Gemeinschaft
aufgebaut wird, in der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität wirklich
gelebt werden können. In einer solchen Gemeinschaft wird es selbstverständlich
auch Konflikte und Auseinander-setzungen geben, doch diese in einem Geist
des fairen Streitens und der Toleranz zu lösen, ist ein wichtiges
Ziel der Four Winds Ranch.
- Verbesserung der Lebenssituation der Lakota:
In allem was wir tun, ist für uns die Verbesserung der Lebenssituation
der Lakota ein zentrales Anliegen. Dabei sind wir uns bewusst, dass wir
dazu nur einen kleinen Beitrag leisten können. Unser Motto heisst
in diesem Zusammenhang: Wenn viele kleine Menschen viele kleine Schritte
an vielen kleinen Orten tun, dann geschehen Veränderungen. Wir wollen
hier an unserem Ort solche kleine Schitte in Angriff nehmen.
Weil Ziele naturgemäss allgemeine Vorstellungen darstellen, werden
diese durch die folgenden Projekte konkretisiert.
3. Projekte – bereits realisiert, kurzfristig bzw. längerfristig
zu realisieren
Die Four Winds Ranch, wir haben es einleitend schon erwähnt, ist
keine blosse Idee, Utopie oder Vision, sondern bereits ein Projekt, das
auf mehrere Jahre zurückblicken kann. Es geht uns darum, dieses Projekt
zu konsolidieren und entsprechend den Zielen auszubauen und für die
Zukunft zu sichern. Dabei ist für uns wichtig, dass dieses Projekt
einen überschaubaren Rahmen haben und der Verbesserung der Situation
der Lakota dienen sollte. Die einzelnen Projekte stellen also eine Umsetzung
unserer Ziele dar. Für die einzelnen Projekte liegen separate Projektskizzen
vor.
(1) Ausbau der Tipi und WC-Anlagen: Teilweise
bereits vorhanden bzw. schnell realisierbar
Zur Zeit stehen vier Tipis mit 2 Duschen (Solar) und 2 WC Anlagen (Komposttoiletten)
zu Verfügung. Um dem Ziel des kulturellen Austausches (auch Sommercamps
für Kinder und Jugendliche) in einem geeigneten Sinne gerecht werden
zu können, müssen weitere 5 Tipis aufgestellt sowie weitere 2
Duschen und 2 WC-Anlagen bereitgestellt werden. Die Duschen wie die WC-Anlagen
entsprechen den Grundgedanken einer „Förderung von alternativen Energien“
sowie dem „organischen Abfall-Management“. Übrigens: Eine Gruppe von
SchülerInnen aus dem Reservat Pine Ridge (Kyle), die Ende Juni 2002
das Tipi-Camp besuchte, war von diesen Anlagen begeistert!
Das Tipi-Camp, das wir schon jahrelang führen, ist die Grundlage
für den kulturellen Austausch. Aufgrund unserer Philosophie und unserer
Ziele, auf dem Internet einsehbar, kommen primär Leute zu uns, welche
an der interkulturellen Begegnung interessiert sind. Dazu können wir
vielfältige Begegnungsmöglichkeiten anbieten. Direkte Gespräche
im kleinen Kreis sind die Voraussetzungen dafür, dass ein gegenseitiges
Verständnis geschaffen und dieses zum Beispiel in Europa weitergegeben
wird.
(2) Küchen- und Gemeinschaftshaus:
dringend
Für die Infrastruktur des Tipi-Camps ist ein Küchen- und
Gemeinschaftshaus unabdingbar. Die bisherigen Küchenzelte haben sich
wegen der starken Winde an diesem Ort nicht bewährt. So wurde das
letzte Küchenzelt von einem Tornado zerstört. Geplant werden
muss ein einfaches, aber solides Küchen- und Gemeinschaftshaus, das
sowohl Platz zum Kochen wie auch Raum zum Zusammensein (Spielen, Diskutieren,
Gespräche) bietet. Ausgehend von unseren Zielen bietet sich ein Strohballen-Rundhaus
mit Strohdach an, das mit Solarenergie versorgt wird und das Raum bietet
für maximal 25 Personen. Es kann multifunktional genutzt werden als
Koch- und Essraum, für kulturelle Veranstaltungen (Flöten- oder
Klavierabend; Seminar- und Vortragsraum; Diskussions- und Gesprächsveranstaltungen).
In dieser Form stellt dieses Haus ein ökologisches Modellhaus dar,
mit dem exemplarisch gezeigt werden kann, wie sich Philosophie (unsere
Ziele), Technik (Solarenergie) und Ökonomie (Einkommen) optimal miteinander
verknüpfen lassen.
Als Übergangslösung - bis zur Fertigstellung diese
Hauses – muss ein Küchenzelt aufgestellt werden (ist Anfang August
2002 geschehen).
(3) Biologischer Gartenbau. Aufbau einer
Kräuterproduktion: nächstes Jahr 2003
Aufbau eines biologischen Gartenbaus mit den für die Selbstversorgung
wichtigen Gemüsen. Das Land selbst bringt eine Vielzahl von Heil-
und Teekräutern hervor. Die Herstellung von Heil- und Teekräutern
kann gezielt gefördert werden. Diese Produktion ist sehr arbeitsintensiv.
In diesem Bereich können wertvolle Arbeitsplätze geschaffen werden.
Aufgrund der klimatischen Bedingungen (langer Winter) ist dazu ein Gewächshaus
zu errichten.
(4) Multikulturelle Öko-Gemeinschaft:
längerfristig
Da genügend Land und eine Wasserquelle vorhanden ist, wird eine
Gemeinschaft aufgebaut, die aus rund 5 Familien besteht, deren Zusammensetzung
ein Zusammenleben realisieren soll, das unseren Zielen entspricht: interkulturell
(Austausch der Kulturen), ökologisch (Respekt vor der Mutter Erde),
sozial (gerecht und hilfsbereit), ökonomisch (Sicherung des Lebensunterhaltes).
Ein wichtiges Ziel dieses Gemeinschaft ist ein Pflegeschaftsprogramm für
Lakota Kinder. Ein solches Programm würde so aussehen, dass man Kinder
in Foster Care nimmt, das heisst, sie für eine gewisse Zeit wie eigene
Kinder aufnimmt und umsorgt, um ihnen einen Start ins Leben zu ermöglichen.
Dieses Programm wird schon seit Jahren von der amerikanischen Regierung
unterstützt, nur dass die meisten Lakota Kinder in weisse Familien
untergebracht werden. Unser Ziel ist, sie in Lakota Familien unterzubringen,
die hier auf der Four Winds Ranch wohnen, damit sie ihre eigene Kultur
kennen lernen können. Wenn es die Situation erlaubt, können diese
Kinder dann wieder in das elterliche Haus zurückkehren.
Dieses Projekt kann sich auch auf den Grundgedanken von Global Ecovillage
Netwerk (GEN) beziehen. Bei GEN geht es um Gemeinschaften, bei denen ökologische,
soziale wie kulturell/spirituelle Ziele gleichgewichtig eine zentrale Rolle
spielen (s. Ecovillage Living, hrsg. von Hildur Jackson und Karen Svensson,
Frühling 2001; hildur@gaia.org).
(5) Aufforstung: längerfristig
Für Land, Tier und Mensch ist ein gesunder Wald unabdingbar. Auch
wenn der Waldbestand bei der Four Winds Ranch in einem guten Zustand ist,
gibt es bestimmte Flächen, die aufgeforstet werden könnten, um
so die ökologische Gesamtsituation zu erhalten bzw. zu verbessern
(Windsschutz, Erosion). Gespräche mit Fachleuten über die Möglichkeiten
dieses Projektes wurden bereits geführt.
(6) Schaffung von Arbeitsplätzen:
Planung sofort
Der Ort der Four Winds Ranch mit seinen bestehenden Infrastrukturen
bietet gute Voraussetzungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen
zum Beispiel speziell für Jugendliche aus den Reservaten. Ziel dieser
Arbeitsplätze muss es sein, dass ein Einkommen generiert wird, dass
die Jugendlichen Kompetenzen erhalten, die sie für die Gestaltung
ihres Lebens an ihren Wohnorten gebrauchen können und dass sie in
der Four Winds Ranch zugleich in eine Lebenskultur eingebettet sind, die
sie in ihrer nativen Identität ernst nimmt. Ein konkretes Projekt
kann z.B. sein: „Büffelproduktion“ (Trockenfleisch, Haut, Knochen,
Sehnen). Mit Prof. Ewert CA haben diesbezüglich bereits Kontakte stattgefunden.
(7) Sanierung des bestehenden Wohnhauses mit neuer
Funktion: Planung sofort, Ausführung 2003
Das bestehende Wohnhaus wird energetisch saniert (Aussen- und Dachsanierung)
und wird neu (a) als Büroraum, (b) als online-store und (c) als Wohn-
und Schlafraum für diejenigen genutzt, die über längere
Zeit auf der Four Winds Ranch arbeiten.
(8) Online Store für Native Produkte:
Winter 2002/03
Bereits besteht ein Katalog von über 500 Produkten, die online
angeboten werden könnten. Aus finanziellen Gründen konnte der
Online store noch nicht realisiert werden. Es bestehen seit rund 10 Jahren
vielfältige Beziehungen zu ProduzentenInnen/KünstlerInnen in
den Reservaten. Die Produkte werden direkt in den Reservaten eingekauft,
online angeboten und bestellt und von der Four Winds Ranch aus dann verschickt.
(9) Bau eines Strohballenhauses: längerfristig
Das bestehende Wohnhaus wird nach einer sanften energetischen Renovation
wie oben erwähnt (7) neu genutzt. Für die Leitung/Familie der
Four Winds Ranch wird ein Strohballenhaus errichtet. Für dieses gilt
das in Bezug auf das Küchen- und Gemeinschaftshaus (oben 2.) Gesagte:
Es soll ein Modellhaus darstellen, das anregen und ermutigen soll, selbst
ein solches Haus zu bauen, um damit einen Betrag zu Lebensqualität
und ökologischen Nachhaltigkeit zu leisten. Ein solches Haus kann
überall im Reservat realisiert werden.
Damit sind neun Projekte skizziert, die teilweise bereits realisiert
sind, ausgebaut oder neu geplant werden müssen.
Hier soll nun besonders die Frage nach dem Nutzen dieser Projekte für
die Lakota aufgenommen werden: Wir stellen uns vor, dass Jugendliche aus
den Reservaten nach dem College bei uns in den verschiedensten Bereichen
tätig sind (Jobs, Praktika) und sich dabei spezifische Fähigkeiten
und Kompetenzen aneignen können:
- Tipi-Management (Organisation, Verwaltung
und Pflege des Tip-Camps; Mithilfe bzw. selbstständige Übernahme
von Aufgaben).
- Biologischer Gartenbau (Einführung
in den biologischen Gartenbau mit seinen komplexen ökologischen und
ernährungsbezogenen Zusammenhängen und Erwerb von praktischen
Fähigkeiten. Gesundheit und Ernährung sind ja gerade in den Reservaten
lebenswichtige Themen).
- Verantwortungsvoller Umgang mit Tieren
(Wir haben auf der Four Winds Ranch verschiedene Tiere: Pferde, Hühner,
Hunde, Katzen. Tiere brauchen eine verantwortungsvolle Pflege, die auf
der Four Winds Ranch mit aller Sorgfalt eingeübt werden kann).
- Abfall-Management (Wartung, Pflege und
Weiterentwicklung von modernen „nachhaltigen“ Technologien, welche gerade
in den Gebieten, aus denen die Jugendlichen kommen, besonders effizient
eingesetzt werden können).
- Tourguide (Mitwirkung bei den Touren,
welche die Four Winds Ranch mit dem Ziel des kulturellen Austausches durchführt.
Auf diesen Touren werden historische und kulturelle Kompetenzen erworben
bzw. vorausgesetzt).
- Online Store (Einführung und Mitgestaltung
einer Verkaufsorganisation mit modernen Kommunikationsmitteln vom Einkauf
der Produkte in den Reservaten bis zu deren Verkauf).
- „Büffelproduktion“ (Mitarbeit bei
Produktion und Vermarktung; Einsicht in grundlegende ökonomische Abläufe
wie Aufbau eines überschaubaren Marktes, Angebot und Nachfrage, Gewinn
und Einkommen, Buchhaltung und Werbung).
- Ökologische Lebens– und Produktionsgemeinschaft
(Erfahrung und Erwerb von sozialen Tugenden und Werten wie Solidarität,
Gerechtigkeit, Achtung/Respekt vor Mensch und Natur, Toleranz, kulturelle
Identität. Dazu gehören auch klassisch pragmatische Werte wie
Ordnung, Leistungsbereitschaft, Sauberkeit, Hygiene; Erfahrung von Vertrauen
und Geborgenheit).
Auf diese Weise können sich die Jugendlichen, die bei uns arbeiten
und wohnen, spezielle Kompetenzen aneignen, welche die Voraussetzung für
eine Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Dazu noch einen speziellen Hinweis:
Die Four Winds Ranch befindet sich ja ausserhalb eines Reservates. Dazu
denken wir, dass es für die Jugendlichen auch einmal wichtig sein
kann, für eine gewisse Zeit eine Distanz zur eigenen Lebenswelt zu
erhalten, um sich so offen auf die eigenen Wurzeln besinnen zu können.
Dabei sind wir in der Four Winds Ranch darauf bedacht und werden die Voraussetzungen
dafür bieten, dass die Jugendlichen ihre native Kultur werden leben
können. Das heisst: Mit den Fähigkeiten und Erfahrungen, die
sie auf der Four Winds Ranch machen, wird es den Jugendlichen besser gelingen,
ihr eigenes Leben selbst gestalten zu können. Sei dies in den Reservaten
selbst oder an anderen Orten.
Besonders erwähnt werden soll der folgende Punkt. In Gesprächen
mit einer Traumafachperson hat sich gezeigt, dass die Aufarbeitung von
traumatischen Erfahrungen lebenswichtig sein kann. Das heisst, dass viele
Menschen, insbesondere Jugendliche, in der speziellen Lebenswelt der Reservate
Geschehnissen ausgesetzt waren und sind, die zu Traumatas führen.
Diese durch Fachpersonen aufarbeiten zu lassen, scheint uns ganz wichtig
zu sein.
4. Finanzierung
- Brief an Freunde, Organisationen, welche die Ziele der Four Winds
Ranch unterstützen: „Sie können aktiv mithelfen, dieses Projekt
zu unterstützten. Kaufen Sie ein paar Quadratmeter, um das Projekt
zu unterstützen.“
- Staatliche Stellen anfragen wegen Aufforstung?
- Stiftungen etc.
- Solarfirmen unterstützen Modellprojekt in den Black Hills.
- BesucherInnen, Seminare.
- Erlöse aus der Produktion.
- Subventionen
Für die einzelnen Projekte können ungefähr die folgenden
Zahlen eingesetzt werden, wobei ein hoher Grad an Eigenleistungen eingeplant
werden kann (Tom & Christine Steuer, zusätzliche Arbeitskräfte
mit freier Kost und Logie: Reservate, USA, Europa):
(1) Ausbau der Tipi und WC-Anlagen
(Frühling 2003): |
$ 15 000.-
|
(2) Küchen- und Gemeinschaftshaus
Kulturzentrum (Saison 2003)
- Küchenzelt (sofort)
- Küchen- und Gemeinschaftshaus: |
$ 1 000.- (bereits vorhanden)
$ 35 000.- |
(3) Ausbau der Kräuterproduktion und
des biologischen Gartenbaus
(Frühling 2003) |
$ 20 000.-
|
(4) Multikulturelle Öko-Gemeinschaft
(längerfristig): |
Die Mitglieder bringen Kapital ein. |
(5) Aufforstung (längerfristig):
- Weg Norden
- Entlang der Strasse |
$ 5 000.-
$ 5 000.-
|
(6) Schaffung von Arbeitsplätzen
(Planung sofort)
- Biologischer Gartenbau s. 3
- Aufforstung s. 5
- Online Store s. 8
- Buffalo Projekt
- Tipi Camp
- Tourguides |
$ 30 000.-
|
(7) Sanierung des bestehenden Wohnhauses
mit neuer Funktion |
$ 25 000.-
|
(8) Online Store für Native Produkte (sofort)
- absolutes Minimum
- optimal |
$ 6 000.-
$ 12 000.- |
(9) Bau eines Strohballenhauses
(längerfristig) Modellhaus |
$ 125 000.-
|
| 10) Tour Fahrzeug |
$ 25 000.- |
| 11) Landwirtschaftliche Geräte |
$ 20 000.- |
| 12) Solaranlagen |
$ 40 000.- |
| 13) Kompost Toiletten |
$ 10 000.- |
| 14) Bio-dynamisches Klärsystem |
$ 20 000.- |
| 15) Computeranlage und Office Ausstattung |
$ 10 000.- |
| 16) Straßenreparatur |
$ 5 000.- |
| 17) Wasserversorgung |
$ 20 000.- |
|